Gerhard Noske

 

Bernhard Schicht erinnert sich an Gerhard:

"Gerhard war nicht nur einfach ein weiterer Judoschüler mit Braungurt.

Gerhard war auch ein Freund.

Er war einer der liebenswürdigen Menschen, die ich je getroffen habe.

Ich war sein Sensei (Judolehrer) und sein Mentor.

Wir wollten das fast unmögliche möglich machen und den Shodan (1. Dan) für einen Judoka mit Down-Syndrom umsetzen.

Wir waren schon so weit gekommen. Die Prüfungsabläufe und –inhalte hatte ich schon auf seine Behinderung anpassen und genehmigen können.

1 Tag vor seiner Prüfung, am 11. Juli 2014, verstarb Gerhard. Er entschlief nachts friedlich. Seine Brille und sein Harry Potter Buch hatte er noch vor dem Einschlafen ordentlich auf das Nachtkästchen gelegt.

Warum jetzt, warum nur so früh in seinem noch so jungen Leben?

8 Jahre haben wir schon trainiert, wir wollten es schaffen.

Ob Verletzung, Motivationstal oder die Reisen zu den Schulungen nach Ingolstadt, alles schien machbar.

Der Verein hatte ihn sogar schon als Sportler des Jahres vorgesehen.

Warum konnten wir unseren gemeinsamen Weg nicht beenden?

Wahrscheinlich sollte es so sein.

Alle vom Verein werden ihn immer in guter Erinnerung behalten.

Sein Tod war aber nicht umsonst. Schon vor einiger Zeit begann ich mich während der Schulungen mit Gerhard auch selbst auf den 2. Dan vorzubereiten.  

Am 13.12.2014 wurde ich für mein ehrenamtliches Engagement vom Bayrischen Judoverband geehrt und vom Prüfungsbeauftragten Sven Keidel mit dem 2. Dan ausgezeichnet."

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